In der Fabrik habe ich die Band Che Suadaka gesehen – einfach großartig. Charmant und voller Energie. Fast zu professionell, weil sie trotz Dialog mit dem Publikum distanziert wirkten. Alles schien irgendwie sehr geplant und es gab wenig Platz für Überraschungen.

Als eine junge Frau auf die Bühne hüpfte und mittanzte wurde sie komplett von der Band ignoriert. Ist es in Argentinien, Kolumbien oder Spanien nicht üblich, dass das Publikum seine Begeisterung für die Musik zeigt, indem sie mal kurz auf die Bühne hüpfen? Empfinden die Musiker das nicht als positive Reaktion, die ihre Performance lebendig macht? Für mich war es ein Höhepunkt, als die junge Frau in einem ausgedehnten Stage Diving vom Publikum durch die Fabrik getragen wurde. Ich gebe es zu: Ich liebe Stage Diving und wäre gerne an ihrer Stelle gewesen. Ob wir das am 8.4. im Brückenstern schaffen?