Kennst du das, wenn du dich in einem 20 Jahre alten Video siehst? Ich versuche, mich zu erinnern. Mit wem war ich damals zusammen? Wie habe ich mich gefühlt? Womit habe ich mich innerlich beschäftigt und was hat sich seitdem verändert?

Vor allem aber muss ich herzlich über mich selbst lachen, teils aus Peinlichkeit und teils aus Rührung. Ich bin seit 25 Jahren vom afrikanischen Tanz begeistert. Mit voller Leidenschaft und Sehnsucht nach mir selbst, verfehle ich mich immer wieder um ein Haar. Mir selbst und so auch den anderen zu begegnen. Gleichzeitig wurde ich von vielen afrikanischen Musikern im Exil getragen, die mich ausnahmslos unterstützen und mich freudig willkommen hießen in ihrer Welt. Damals gab es in München nur Moni und mich, als weiße professionelle afrikanische Tänzerinnen. Wir waren die erste Generation deutsch afrikanischer Tanzlehrerinnen. Erst meine Auseinandersetzung mit dem afrikanischen Tanz als einer sozialpolitisch motivierten Kunst an der Universität in Brasilien und meine ganzheitlichen körperlichen Erfahrungen in der Gestalttherapie ermöglichten es mir „mein inneres Afrika“ bewusst zu reflektieren. Es war natürlich immer schon da und zeigt sich immer wieder spontan und authentisch und mit soviel Freude! In diesem Video sehe ich, wie verspielt und eitel wir damals waren.