Was für ein Konzert!

 

Traditionell afrikanische Musik trifft auf zeitgenössisches Tanztheater. Eine Live-Performance, bei der der ganze Aukrug abgehottet hat! Diesmal war irgendwie alles anders, denn ich hatte den Choreografen Frank Händeler an meiner Seite. Frank kommt vom modernen Tanztheater (Pina Bausch) und seine Liebe zu afrikanischen Traditionen verband uns in unserem Studium an der Tanz- und Theateruniversität in Brasilien. Jetzt konnte ich Frank für die Bangoura Group gewinnen. Unser gemeinsames Ziel war es, wirklich alle Anwesenden in die Performance miteinzubinden. Es sollte nicht beim bloßen Zuschauen (des exotischen Anderen) bleiben, sondern die Kraft der Musik sollte von jedem Einzelnen erlebt werden. Durch Franks Außenblick konnten wir uns aus unserer afrikanischen Perspektive, die manchmal wie ein Sog und Tunnel zu wirken scheint, wirklich herauszubewegen. So ein Crossover zum Zeitgenössischen erfordert viel Mut! Frank überzeugte unsere Musiker Seni und Mohamed mit seiner durchschlagenden Klarheit und Präsenz. So akzeptierten sie unsere Idee, diesmal nicht auf der Bühne zu spielen, sondern unten vor der Bühne, um so näher am Publikum zu sein. Es hat funktioniert: Ob Mann, Frau, alt oder jung, alle haben getanzt und zwar richtig! Vollkommen frei und losgelöst über 2 Stunden lang!