Über mich

Seit über 20 Jahren arbeite ich hauptberuflich mit afrikanischen Tanzformen. Ich habe afrikanisches Tanzen in unterschiedlichen sozialen Zusammenhängen kennengelernt, praktiziert und unterrichtet – sei es als Performerin verschiedener Tanztheatergruppen in Brasilien, Havanna, New York und Paris, als Rhythmik-Lehrerin am Richard-Strauss-Konservatorium in München oder als Therapeutin in Hamburg.

Es gibt ihn nicht „den“ afrikanischen Tanz. Nach Kolonisierung und inmitten eines bis heute andauernden Globalisierungsprozesses existiert eine Vielfalt afrikanischer Tanzformen im Hip Hop, Jazz und unzähligen anderen zeitgenössischen Tänzen. Der westafrikanische Tanz ist heute fast nur noch in seiner folkloristischen Form für uns zugänglich. Traditionell westafrikanisch zu tanzen bedeutet für mich, mit mir selbst und anderen in Kontakt zu treten und dabei immer wieder eigene Stereotypen, Ehrgeiz, Scham und Leistungsdenken über Bord zu werfen. Die natürliche Tanztechnik beinhaltet ein komplettes Bewegungstherapie-Konzept, das ich Menschen jeder körperlichen Konstitution zugänglich machen möchte.

Von Anfang an habe ich mich für die sozialpolitischen und spirituellen Hintergründe afrikanisch inspirierter Tänze interessiert und nach Wegen gesucht, diese Tänze nicht nur zu lehren, sondern ihre gemeinschaftsbildende Dimension zu leben. Im traditionellen afrikanischen Tanz gibt es keine Trennung zwischen Musik, Tanz und Theater – künstlerische, bildende, rituelle und heilenden Dimension sind untrennbar miteinander verbunden.

Wir müssen weg von der mechanischen Imitation des Vorhandenen, hin zur eigenen, kreativen Auseinandersetzung mit sich selbst in der Bewegung und der Musik. Vier Grundelemente afrikanischer Tänze können dabei helfen: Wiederholung, Improvisation, Ritual und Dialog mit der live gespielten Musik.

Ich lade dich ein, mit mir teilzuhaben an diesem spannenden Prozess des neuen Lernens und Wachsens auf der Basis der alten Traditionen Afrikas.