Tanzpädagogik Ausbildung in der Bangoura-Methode

„Der Mensch wird am Du zum Ich“ (Martin Buber). Tanz ist eine Kunst zwischen Mir und Dir. Stephanie Bangoura arbeitet mit der Haltung einer Gestalt-Therapeutin. Im Zentrum der von ihr konzipierten Ausbildung für TanzpädagogInnen steht die wohlwollende Präsenz, das wertfreie Wahrnehmen und der gleichberechtigte Dialog im Miteinander. Tanzen wird dabei einer Möglichkeit, eine rituelle Verbindung mit sich selbst und seinem Gegenüber aufzunehmen. Das Gegenüber ist die live gespielte Musik, der Moment, die Gruppe, die Erde, der Nachbar und alle, die da sind. Ziel ist die Erweiterung des Bewusstseins: Mit allen Sinnen da zu sein.

In dieser Ausbildung wirst Du nicht nur viel tanzen, sondern Wahrnehmung, Akzeptanz und Wertschätzung für alles, was ist, üben. Du lernst:

– Techniken, Methoden und Philosophien afrikanischer Tänze, die die Persönlichkeitsentwicklung unterstützen.
– eine tragende Gruppe mit Musik und Tanz zu bilden
kreative Selbsterfahrungsprozesse mit dem Körper als Zentrum anzuleiten
– schonendes und effektives Körpertraining
– Tanztechniken der Durchlässigkeit
– im Dialog mit Livemusik spontan zu improvisieren

Mit einem Abschluss in Tanzpädagogik nach der Bangoura-Methode eröffnet sich Dir die Möglichkeit, im Team der Bangoura Group mitzuarbeiten, eigene Auftritts- und Lehrerfahrungen zu sammeln und an internationalen sozialen Bildungsprojekten sowie professionellen Tanztheaterperformances mitzuwirken.

 

Fundamente der Bangoura Methode

An der Staatlichen Universität für Tanz in Salvador/Brasilien initiierte Stephanie Bangoura eine Seminarreihe, die das Fundament des aktuellen Ausbildungsprogramms bildet. Im Zentrum der Seminarreihe „Corpo Ritmo e Ritual em Estudo“ (2016) und „Dança Afro- Corpo em Estudo“ (2013+2015) stand die Frage, wie afrikanischer Tanz zeitgemäß vermittelt werden kann.

Stephanie Bangoura lud dazu herausragende VertreterInnen der Re-Afrikanisierung im Tanz ein, alte Meister, PionierInnen und RevolutionärInnen, ChoreographInnen des nationalen Folkloreballettts, KörpertherapeutInnen, SchauspielerInnen, SängerInnen, MusikerInnen sowie Intellektuelle im Bereich afro-brasilianische Tanzkulte, zeitgenössischem Tanz und Theater, wie u.a. Dr. Eusebio Lobo da Silva, Clyde Morgan, Mestre King, Tania Bispo, Jose Ricardo Santos, Frank Händeler, Veronica de Moraes, Dr. Eloisa Domenici, Dr. Meran Vargens, Dr. Ciane Fernandes, Portella Açúcar, Doudou Coumba Rose, Letieres Leite, Gabi Guedes, Giba Conceição, Jorgelina Oliva, Kinho und andere. Die Seminarreihe wurde vom brasilianischen Kulturreferat, Banco do Nordeste und anderen öffentlichen brasilianischen Instituitionen gefördert.