Stephanie Bangoura

Stephanie Bangoura ist Tänzerin, Gestalttherapeutin und Pädagogin. Als künstlerische Leitung der Bangoura Group und Gründerin des Vereins Tanz der Kulturen konzipiert sie Tanzevents mit Livemusik, verschiedene Seminarformate und Ausbildungen, um Tanz als Heilkunst vielen Menschen zugänglich werden zu lassen. Seit über 20 Jahren arbeitet Stephanie hauptberuflich mit afrikanischen Tanzformen und lehrt diese in unterschiedlichen Zusammenhängen. Sei es als Performerin oder Dozentin in Salvador, Havanna, New York und Paris, oder als Therapeutin in Hamburg – Stephanie versteht Tanz im Sinne des Philosophen Martin Bubers als eine „Kunst zwischen Dir und mir”, in der „der Mensch am Du zum Ich wird“.

Seit ihrer Jugend interessierte sich Bangoura für die sozialpolitischen und spirituellen Hintergründe afrikanisch inspirierter Tänze und suchte nach Wegen, deren gemeinschaftsbildende Dimension zu leben. Zusammen mit Master Trommler Cheikhou Bangoura konzipierte und führte sie vier Jahre lang Kulturaustauschaufenthalte für deutsche Tänzer im Senegal durch. Mit der Tänzerin Moni Ahoulou gründete sie 1995 eine deutsch-afrikanische Performancegruppe in München. 2011 schloss sie als Stipendiatin des CNPq (Ministério da Ciência, Tecnologia, Inovações e Comunicaçõesdes) ein Studium der Performancekunst an der Staatlichen Universität von Salvador de Bahia/Brasilien mit einem Master ab. Seitdem arbeitet sie am theoretischen Fundament einer ganzheitlichen Tanzpädagogik, die aus afrikanischen Musiktraditionen schöpft und folkloristische Stereotypen hinterfragt, aufdeckt und transformiert. Ihre Publikation „Die Bangoura-Methode: Die Kunst Gemeinschaft zu tanzen“ wird im Herbst 2018 erscheinen.

Mit Frank Händeler, künstlerischer Leiter des Kollektivs ÜberBrücken, veranstaltet Stephanie integrative Tanztheaterprojekte für geflüchtete Jugendliche und bildungsbenachteiligte Menschen in Brasilien und Deutschland. Derzeit steht sie im Dialog mit verschiedenen Universitäten und Ausbildungsinstituten in Europa, Afrika und Lateinamerika. Im Rahmen von EU geförderten Erasmus-Projekten arbeitet die Tänzerin an einem interdisziplinären Austausch zwischen AkteurInnen aus Darstellender Kunst, Therapie und Pädagogik. Stephanie verfügt über sehr gute Sprachkenntnisse in Deutsch, Englisch, Französisch und Portugiesisch sowie über Grundkenntnisse in Spanisch, Italienisch und Wolof.